Tierhilfe R.a.L. e.V.

Recht auf Leben



Hier sehen Sie unsere in Not geratenen Tiere...

Es gibt immer wieder Wildtiere wie Ringeltauben, Türkentäubchen, Igel, Krähen, Mauersegler, Eichhörnchen, Fledermäuse und noch viele weitere. Wir sind leider nicht in allen Bereichen fachkundig, deshalb geben wir Wildtiere auch an entsprechende fachkundige Pflegestellen weiter. 

Stadttauben sind genau genommen keine Wildtiere. Es sind verwilderte Haustiere. Stadttauben treffen wir in Innenstädten an, unter Brücken, an Bahnhöfen...also überall wo es steinig ist. Nachdem wir Stadttauben erfolgreich großgezogen haben, können sie nicht einfach in die Freiheit entlassen werden. Sie fliegen in der Regel gar nicht weg bzw würden es nicht schaffen alleine zu überleben. Sie müssen an einen betreuten Schlag mit Freiflug. So ist weiterhin dafür gesorgt, dass sie vernünftig gefüttert werden und die Eier ausgetauscht werden können um die weitere Population einzudämmen. 

Ringeltauben sind Wildtiere. Sie leben in Wäldern, Gartenanlagen und sitzen auf Bäumen. Es ist wichtig, dass kleine Ringelkinder Äste in ihr Nest gelegt bekommen, damit sie später keine Fehlstellung der Zehen haben. Sie sind darauf angewiesen fliegen zu können und sich selbst zu versorgen. Die Eier der Ringeltauben dürfen nicht ausgetauscht werden. Sie ernähren sich von allem was sie in der freien Natur finden. Holunderbeeren, Insekten, Grün, Wildvogelfutter, Nüsse...

Die Aufzucht und Auswilderung der Ringeltauben verläuft etwas anders als bei den Stadttauben.


Infos zur Hauptsaison (Sommer)

Wir bekommen im Sommer täglich mehrere Anrufe bzgl. nicht flugfähiger Vögel. Leider werden wir zum Teil beschimpft oder treffen auf Unverständnis. Das macht nach dem 3. Anruf pro Tag keinen Spaß mehr... In der Regel handelt es sich um Ästlinge, die nun ihr Nest verlassen haben und von den Eltern weiterversorgt werden bis sie in ein paar Tagen (meist 1-2 Tage) fliegen können. Dies gilt nicht für Stadttauben, diese werden nicht am Boden weiterversorgt. Wir sind uns dessen bewusst, dass es viele Gefahren gibt wie Katzen, Hunde, Straßenverkehr, andere Raubvögel. Dies lässt sich nicht vermeiden und wir können deshalb nicht jeden Vogel den Eltern wegnehmen und ihn einen Käfig sperren. Es handelt sich um Wildtiere und wir unterstützen dieses Eingreifen in die Natur nicht. Verletzte oder unterernährte Vögel, die definitiv nicht mehr von den Eltern versorgt werden, sollten bitte umgehend gesichert werden und einem vogelkundigen Tierarzt vorgestellt werden. Alle anderen Vögel können ggfs. an einen geschützteren Ort gesetzt werden, aber sie sollten nicht den Eltern weggenommen werden, die sie mühevoll großgezogen haben. Wir sind taubenkundig und bis zu einem gewissen Grad rabenvogelkundig (Krähen, Dohlen, Elstern). Leider können wir nicht unendlich viele Tiere aufnehmen. Unsere Kapazitäten sind begrenzt und eine Aufzucht inkl. artgerechter Auswilderung pro Tier dauert mehrere Wochen. Kleine Vogelarten können wir gar nicht aufnehmen, da uns das Fachwissen fehlt. Gerne geben wir Ihnen dazu andere Anlaufstellen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Auskunft nach besten Wissen und Gewissen geben und es vielleicht nicht immer die Antwort ist, die Sie hören möchten. Der Mensch fühlt sich besser, wenn er den Vogel einsammelt und dann an uns oder einen anderen Verein übergibt, weil er denkt er hat alles richtig gemacht. Nein, richtig und artgerecht ist die Natur und da sollte man sich Zeit nehmen um zu beobachten ob die Eltern ihren Nachwuchs versorgen oder ein Eingreifen überhaupt nötig ist.


In diesem Link sind viele hilfreiche Tipps rund um die Aufzucht und Auswilderung von Wildvögeln



ein Jungvogel sitzt auf dem Boden?

Wir nehmen als Beispiel die Ringeltaube. Sie verlässt mit 28 Tagen ihr Nest und sitzt dann für mehrere Stunden bis 2 Tage auf dem Boden und wird von ihren Eltern animiert auf den Baum zu fliegen. In der Zeit wird sie weiterhin von ihren Eltern versorgt. herumlaufende Katzen, unangeleinte Hunde, Greifvögel, Krähen, spielende Kinder, fahrende Autos sind Gefahren, jedoch ist man nicht berechtigt das Wildtier der Natur zu entnehmen. Es ist schlichtweg verboten. Ist die Taube verletzt oder man sieht niemals einen Elternteil und das Brustbein ist spitz (das fühlt man, sobald man die Taube hochnimmt) wird sie nicht weiter versorgt und braucht menschliche Hilfe. Ist der Kot fast ausschließlich weiß, ist dies Hungerkot. Dann ist eine Entnahme und Weitergabe gestattet. In allen anderen Fällen ist und bleibt es die Natur und der Ablauf darf nicht unterbrochen werden.

Hier eine kleine Orientierungshilfe




2020





2019


 Aufgezogen, Verletzungen behandelt und wieder zurück in die Natur :)

Sie haben es leider nicht geschafft...



2018...in diesem Jahr waren es 25 Wildtierchen, die unsere Hilfe brauchten. 3 haben es leider nicht geschafft...


Sie haben es leider nicht geschafft.... 



2017 ... gefüttert, gepäppelt, medizinisch versorgt und wieder in die Freiheit...



Sie haben es leider nicht geschafft...kommt gut über die Regenbogenbrücke <3


 


2016...

Liesl wurde von einem Auto angefahren und dann von einer Dame in den Park gesetzt. Nach 5 Tagen wurden wir von einem Herrn informiert, weil Liesl immernoch dort saß. Mittlerweile halb verhungert und der gebrochene Fuß ist falsch zusammengewachsen. Sie wird nun gepäppelt und wir müssen schauen ob sie wieder alleine draußen zurecht kommt....

Liesl konnte in die Freiheit entlassen werden...

Helga wurde auf der Straße gefunden. Sie hatte einen Gips, den vermutlich ein Humanmediziner gelegt hat und Salbe auf dem verletzten Kopf. So wurde sie wieder ausgesetzt. Leider musste nach tierärztlicher Versorgung der Fuß amputiert werden. Die OP hatte sie soweit gut überstanden, ist dann allerdings kurze Zeit später in der Praxis verstorben.



Fritz

August/ September 2016 Fritz ist aus seinem Nest gefallen und saß unter einer Brücke. Nun wird er mit der Hand aufgezogen...

Mittlerweile lebt Fritz in einem betreuten Taubenschlag. Leider ist seine große Liebe Karla (Bild unten) verstorben und er hat sich bislang noch nicht neu verliebt...




Update 2017: Karla ist leider verstorben

Juli 2016 Picalotta lag an einer Bushaltestelle und konnte nicht mehr laufen. Sie war zu krank und zu schwach. Dank einer lieben Kollegin, die sie 24 Stunden betreut hat, hat sie überlebt. Micky und Minnie saßen an einer Hauptstr. unter einem Sonnenstudio. Wir fragen uns heute noch wie sie dorthin gekommen sind. :-), Die beiden können demnächst in eine Auswilderungsvoliere und dann in die Freiheit entlassen werden. Karla war sehr krank und schwach. Sie hat überlebt, muss allerdings in eine Voliere für behinderte Tauben, da sie Probleme beim laufen hat. Berta wurde per Hand aufgezogen und befindet sich bereits in einer Auswilderungsvoliere und wird in den nächsten Tagen in die Freiheit entlassen. Paloma hatte einen gebrochenen Flügel und lebt nun gemeinsam mit anderen flugunfähigen Tauben in einer Voliere.

 

Juli 2016 Diese Tiere sind leider trotz unserer Bemühungen verstorben bzw. mussten eingeschläfert werden. Ringeltaube Mogli, Mauersegler Peppi, Babykaninchen Hasi, eine Brieftaube (ohne Foto) und eine kleine Ringeltaube (ohne Foto) die leider nach 2 Stunden verstorben ist.



 




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