Recht auf Leben

Man mag es kaum glauben, aber wir haben in Deutschland unzählige Streunerkatzen, die täglich ums Überleben kämpfen müssen. Einige sind alt, krank oder wollen auch einfach gar kein Streuner sein. Wir haben im Laufe der Jahre viele Futterstellen betreut und auch die Katzen dort kastriert. Wir helfen bei der Versorgung mit Futter und Unterschlupfmöglichkeiten für den Winter. Leider ist immer wieder eine Katze dabei, die erneut Babys bekommt und diese dann in Freiheit geboren werden. Wichtig ist es zuerst die Babys einzufangen und dann das Muttertier. Die Babys können allein nicht überleben und in ihrer verzweifelten Suche nach der Mutter verschwinden sie. Deshalb bitte niemals in Eigeninitiative fangen, was leider hin und wieder vorkommt. Wenn das erfolgreich geklappt hat, wird das Muttertier und natürlich auch der potenzielle Vater, kastriert. Wir haben mittlerweile häufig bemerkt, dass einige Katzen meist die weiblichen, nicht mehr raus möchten. Sie kommen nach der Kastration und der Kennzeichnung durch Chip oder Tattoo in eine Pflegestelle, damit sie nicht frisch operiert nach draußen müssen. Wenn wir merken, dass diese Streunerin gar keine Streunerin sein möchte, muss sie natürlich nicht mehr raus. Wir sind dann sehr bemüht ein zu Hause für sie zu finden. Was allerdings nur mit Hilfe von tierlieben Menschen funktioniert. Wir müssen eine freie Pflegestelle haben sowie Adoptanten. Nur so gibt es auch ein Happy End für die Elterntiere. Wenn die Katzen allerdings wieder raus möchten, dann setzen wir sie dort hin wo auch eine vernünftige Versorgung gewährleistet ist. Entweder am Fundort oder an einer betreuten Futterstelle. Bei uns entscheidet die Katze was sie möchte. 

 


Kastrationen 2018

wir sind gespannt wieviele es in diesem Jahr werden...


Auch in diesem Jahr erreichen uns wieder unzählige Meldungen über Streunerbabys und unkastrierte Katzen. An den bekannten Futterstellen, an denen alle kastriert sind, tauchen auf einmal Babys auf und niemand weiß woher. Eine Streunerkatze wirft in der Regel 2x in Jahr 4-5 Kitten. Meist kommen nur 2-3 durch. Wir versuchen unser Bestes um alle Babys einzusammeln und versorgen zu lassen und die Elterntiere kastrieren zu lassen. 


Kastrationen 2017

Wir haben im Jahr 2017 insgesamt 38 Katzen und Kater kastrieren lassen und somit weiteres Tierleid verhindert.


Weil DAS nicht sein muss...

 Jedes Jahr platzen Tierschutzvereine, Tierheime, Pflegestellen und auch private Helfer aus allen Nähten. Unzählige, größtenteils kranke Katzenbabys werden in Gärten, verlassenen Gebäuden und in Gebüschen gefunden. Diese Aufgabe, kranke Katzenbabys zu päppeln, ist sehr zeitaufwendig und auch kostenintensiv. Hinzu kommt, dass viele Kitten scheu und ängstlich sind. Hier muss dann erst einmal das Vertrauen aufgebaut werden.  Gar nicht so einfach... Einige Katzenbabys schaffen es leider trotz der besten Pflege nicht, manche entwickeln sich zu prachtvollen Katzen. Man darf auch die Gefühle der Mutterkatze nicht außer Acht lassen. Die Muttertiere beschützen ihre Babys und suchen verzweifelt nach ihnen. Sie tragen ihre verstorbenen Babys mit sich herum und trauern, In besten Fall gelingt es uns die Katze einzufangen und kastrieren zu lassen, damit sie das nicht noch einmal durchmachen muss. Nicht selten erleiden die Muttertiere auch Gebährmutterentzündungen, die tierärztlich behandelt werden müssen. 

Hier seht ihr vereinzelte Geschichten von unseren Streunern...


2017


Linus ist ein alter Streunerkater von einer Futterstelle. Sein Schicksal berührte uns sehr, da niemand sein Leben als lebenswert ansah. Er hatte eine tiefe offene Wunde am Bein. Er konnte gesichert werden und wurde zum Tierarzt gebracht. Die Tierärztin wollte ihn einschläfern, weil sie der Meinung war es hat keinen Sinn bei einem Streuner und wenn sie es doch operieren würde, dann nur zu einem sehr hohen Preis... Der Preis diente jedoch nur zur Abschreckung. Wir lassen kein Tier von einer Tierärztin mit dieser Einstellung operieren. Nachdem wir ihn dann dort wieder abholten, suchten wir einen anderen Tierarzt auf. Dieser gab ihm eine Chance. Wir dachten an ein Happy End, denn er kam zu seiner ehemaligen Versorgerin nach Hause und wurde dort gehegt und gepflegt. Er bekam wunderschönes Fell und genoss sein Leben. Er lies sich auch streicheln und lag gern im Wohnzimmer neben dem Sessel. Wie sich nunmal ein Kater so zu Hause verhält :-) die Wunde konnte weiter versorgt werden. Alle waren glücklich und beruhigt, dass Linus noch in seinem hohen Alter ein zu Hause fand...bis der Dame das zuviel wurde...Er verlor hin und wieder Blut durch die Wunde und verunreinigte den Boden. Somit standen wir vor der Wahl einschläfern oder eine neue Unterkunft finden. In einer neuen Unterkunft wird er sich natürlich nicht streicheln lassen und erst recht nicht jemanden an seine Wunde ran lassen. Wer will einen nicht zahmen, alten Kater, der täglich seine Wunde versorgt bekommen muss... Niemand... jeder Gnadenhof, andere Vereine, Private Endstellen. Alle lehnten ab bzw hatten keine Kapazitäten. Letztlich hat ihn eine liebe Tierschützerin eines anderen Vereins aufgenommen und er wird dort versorgt und hat 2 weitere Freunde Peaches und Robin. Er lässt sich auch anfassen und seine Wunde ist verheilt. 


2016...

Elisabeth hatte eine schlimme Gebährmutterentzündung. Zudem war sie trächtig, hat jedoch die Kitten verloren. Nach erfolgreicher Behandlung und Kastration konnte sie wieder an ihre Futterstelle zurück.

Update: Leider ist Elisabeth wenige Monate später verstorben...


Das Muttertier war vermutlich so im Stress, dass sie die Jungen verteilt, hat liegen lassen. Ein Neugeborenes war noch in der Fruchtblase. Es war bereits tot. Die anderen beiden konnten wir zwar noch lebend mitnehmen, sind jedoch in der Nacht verstorben. Auch hier sehen wir wieder wie wichtig die Kastration der Streunerkatzen ist. 

 


2015

Dieser Streunerkater hatte eine klaffende Wunde auf dem Kopf und es dauerte mehrere Tage bis wir ihn zu fangen bekamen. Er wurde auch direkt kastriert und von allen Zecken befreit. Heute geht er weiterhin täglich zu seiner Futterstelle und streunert dann wieder durch Gladbeck...